Hyperion Mustang P51

Als kleines „Zwischendurchprojekt“ bauen wir jetzt mal eine Hyperion Mustang. Der Baukasten wurde im Herbst 2007 auf der Messe Friedrichshafen erblickt und war dort als Sonderangebot für 139 EUR zu haben. In Anbetracht des tollen Designs und der Tatsache, dass der Kasten wirklich mit allen Kleinteilen ausgestattet ist – also auch Räder, Spinner, Tank, usw. – musste der einfach gekauft werden.

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Wie wir später erfahren haben, stellt dieser Kasten die Modellversion 2006 dar, die im Herbst 2007 ausverkauft wurde. Denn inzwischen gibt es die Version 2008 des Modells. Da wir inzwischen aber auch so eine Maschine haben, besteht die Chance dass wir die beiden Modelle noch eingehend vergleichen.

Nach dem der Kasten gut ablagert war, ergab sich nach dem Auspacken des Kastens folgendes Bild:

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Alle Bauteile mit makelloser Oberfläche und sehr passgenau. Alle Holzteile sind mit dem Laser geschnitten und dann von fleissigen Chinesen (?) zusammengebaut und bebügelt.

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Das mitgelieferte Zubehör ist von gute Qualität und auch wirklich vollständig – alle benötigten Schrauben, Drähte, usw. sind enthalten. Sogar ein Tank, ein zweiter Motorträger für Verbrennermotoren (nicht abgebildet) und ein Scale-Spinner aus Alu.

Für alle, die einen Vorgeschmack haben wollen, was jetzt kommt, gibt es hier die Bauanleitung als Download.

Es folgt die Baubeschreibung auf den folgenden Seiten.


Hier beginnt die Baubeschreibung. Zuerst wurden die Flächenservos für die Querruder montiert. Dazu werden mit Weißleim mitgelieferte Holzklötze auf die Queruderdeckel geklebt. Die Anleitung empfiehlt hier 5-Min-Epoxy, aber bei Holz auf Holz ist Weißleim definitiv besser. Dann erfolgt die Montage der Servos im Rumpf. In beiden Fällen kommen HITEC HS-65 zum Einsatz. Diese Servos sind klein und leicht und haben eine mehr als ausreichende Stellkraft.

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Jetzt beginnt der EInbau des mechanischen Einziehfahrwerkes. Das ist mit Abstand der aufwändigste Bauabschnitt in diesem Modell. Als Fahrwerkservo kommt ebenfalls eine HS-65 zum Einsatz. Wie eine Recherche in rc-network.de ergeben hatte, passt dieses Servo gut in die Fläche. Ursprünglich hatte ich ein HS-81 vorgesehen, aber das passte nicht – es war einfach zu hoch.
Der Einbau des Fahrwerksservos in die Fläche muß etws nach außen versetzt erfolgen, sonst hat hinterher der Servohebel nicht genügend Bewegungsspielraum. Als Antriebshebel wird der beim HS-65 mitgelieferte lange Hebel verwendet. Allerdings mußte ich die Schraubklemmen für das Fahrwerk am Servohebel von den orginal Hyperion Teilen auf Graupner wechseln, weil die Originalteile einfach 1mm zu hoch waren. Und selbst dann musste ich die Madenschrauben noch abschleifen, damit diese bündig abschließen. Im Bild oben sieht man links das Orignalteil und rechts das von Graupner. Es ist nur ein Millimeter, aber der entscheidet.

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Im nächsten Schritt werden die Fahrwerksmeachniken probehalber eingesetzt und die Fahrwerksdrähte zurechtgebogen. Die Drähte werden wie abgebildet gebogen. Die erste Abwinkelung ist ca. 20mm lang, die folgende dann ca. 10mm  und der Rest läuft gerade nach hinten. Bitte beachten dass es einen langen und einen kurzen Draht gibt.

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Das Einfädeln der Drähte geht am einfachsten, wenn die Fahrwerksbeine ausgeklappt sind. Dabei darauf achten, dass die Öse zum einhängen des Drahtes nach oben zeigt. Ansonsten stößt die Öse bein eingezogenem Fahrwerk an die Rippe und blockiert das Servo.

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Hier sieht man es genau falsch – ich mußte alles wieder rausfummeln, weil das Servo blockierte. Die Flächen wurden dann provisorisch zusammengesteckt und mit einer Klammer gesichert. So konnte dann die ganze Anlenkung genau ausgerichtet werden. Der Seervohebel muß im Endanschlag etwas schräg stehen, damit sich die beiden Drähte bei Vollschläg nicht gegenseitig an den Klemmen blockieren.

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Wenn alles gut und leichtgängig ist, dann brummt das servo nicht und der Ruhestrom liegt zwischen 6 und 10mA. Wenn das Servo blockiert, fließen leicht 350mA und mehr. Das erhitzt dass Servo und bringt das BEC des Reglers zum Schwitzen.

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Wenn alles leichtgängig funktioniert, werden die beidenFlächenhälften mit Weißleim verklebt. Dazu den Flächenverbinder dünn einstreichen und in die Fläche stecken, dann die beiden Stirnseiten ebenfalls mit Klber einstreichen und dann zusammenfügen. Überquellender Leim kann mit einem feuchten Lappen abgewischt werden. Dann trocken lassen.

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Damit ist es geschafft! Nun können wir uns dem Rumpf zuwenden.

Zur Entspannung nach dieser zeitaufwändigen Aktion wurde der Motor vormontiert. Das Modell ist schon mit dem neuen, kurzen Motorträger ausgestattet. Der ursprüngliche lange Träger wird nicht mehr ausgeliefert. Er wurde von Hyperion ersetzt, weil es da immer wieder zu festigkeitsproblemen gekommen war. Der neue ist kürzer und aus massiven GFK-Platten gefertigt. Der Hyerion-Motor wird über eine Rückseitenmontage befestigt. Damit wird das ganze Gebilde sehr kurz und mechanisch steif.

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Als nächster Schritt wird das Leitwerk montiert. Zuerst wird das Höhenleitwerk eingeklebt. Dazu muß zuerst die Leitwerksaufnahme im Runpf angeschliffen werden, damit die Lackfarbe entfernt wird und die Verklebung auch richtig hält. Dann das Höhenleitwerk probeweise einstecken, die Rumpfkontur markieren und dann das Höhenruder wieder herausnehmen. Dann kann die Folie am Höhenruder entlang der Markierung zu entfernen.

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Dann wird das ganze wieder eingeschoben und anschließend mit 30min Epoxy eingeklebt – da hat man genug Zeit das ganze sauber zu justieren, bevor der Kleber aushärtet.

Beim zweiten Einschieben löste sich dann die Folie von dem weißen Streifen – was dann nicht so schön aussieht.

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Das zeigt dann auch, wie die olive Hyperion Mustang bespant ist. Das Modell wurde mit normaler Bügelfolie bespannt und anschließend mit Mattlack lackiert. Das ergibt zwar ein tolle Optik, aber das Modell hat so auch eine sehr empfindliche Oberfläche. Wenn man z.B. Teasfilm auf die Flächen aufklebt und wieder abzieht, dann löst sich der Mattlack und es gibt hässliche, glänzende Stellen.

 

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