Multiplex Funjet [UPDATE]

Der Funjet von Multiplex war im Jahr 2007, 2008 und auch 2009 unsere meistgeflogene Schaumwaffel. Das hatte natürlich Folgen – es gab zahlreiche Abstürze und auch ein paar Totalverluste aufgrund von Springbäumen, plötzlich einsetzender Schwerkraft und dererlei Dinge mehr. Glücklicherweise ist das Modell schnell zu bauen, daher waren eingetretene Totalverluste immer wieder schnell zu kompensieren.

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Da die im Baukasten enthaltene Anleitung eigentlich sehr ausführlich ist und weil diese auch keine echten Fehler enthält, verzichten wir hier auf eine ausführliche Baubeschreibung. Stattdessen wollen wir hier unsere gesammelten Erfahrungen mitteilen.

Antrieb

Bis dato haben wir die folgenden Antriebe im Funjet eingebaut und gefolgen:

Das Original Antriebsset
Himax Brushless Motor 2825 incl. Mitnehmer und Luftschraube APC 5,5×4,5
Brushless-Regler Multicontrol BL-37
Akku: KOKAM 3200 3s / 20C
Unsere Meinung: Für „Vollgas“-Piloten ganz OK, der Motor bringt gute Leistungen, allerdings ist der MPX-Regler von der billigen Sorte. Er ist nicht unbegrenzt teillastfest, d.h. bei länerem Fliegen mit Halbgas wird das Ding ganz schön warm, um nicht zu sagen „heiß“ – und wenn man Pech hat stirbt der Regler
NACHTRAG 2009: Multiplex hat mittlerweile den Regler Multicontrol BL-37 durch den BL-37/II ersetzt. Dieser soll teillastfest sein, was wir allerdings noch nicht testen konnten. Wir haben inzwischen auf DYMOND Smart40 umgestellt.
NACHTRAG 2010: Der Multicontroll BL-37/II kommt bei Sommertemperaturen von über 30 Grad schnell an seine Grenzen, soll heißen er schaltet sich ab. Leider auch das BEC – und schon liegt das Modell wieder zertrümmert im Gras. Jetzt fliegen wir mit einem Dymond Smart40 40A Regeler mit Lipozellenüberwachung – der geht auch bei sommerlichen Temperaturen.

Staufenbiel-Motor
Der IL 2845-2700 mit Graupner Speed Prop 5,5*4,3 ist leistungsmäßig mit dem HIMAX des Orignal-Sets identisch, mit einem Preis von 29,90 EUR aber nur halb so  teuer. Dazu benutzen wir einen DYMOND Smart40 Regler der deutlich kühler bleibt als das Multiplex-Teil. Der Antrieb mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis.
Staufenbiel empfiehlt den Einsatz des Motors mit einer 5*5 Luftschraube und dem Smart40 Regler – nach unseren Erfahrungen auch eine gute Wahl – aber nur mit einem 40A Regler.

Das AXI setup
AXi 2212/9d 5,5*4,3LS, 2100er 3s Kokam und Dymond Smart40plus Regler. Das ganze ist leistungsmäig etwas besser als die beiden vorgenannten Varianten, was aber auch an dem geringeren Gewicht des Gesamtsystems liegt. Preislich aber deutlich teurer.

 

RC Komponenten

2 Servo Nano S oder die baugliechen HS-55 von HITEC. Auf jeden Fall reichen 9g-Servos, alles andere ist überdimensioniert und damit viel zu schwer. Als Empfänger empfehlen wir einen mit elektronischer Filterung und einer langen Antenne! Unser Favorit bei 35MHz: Schulze DELTA535. Absolut störsicher und im Versandhandel so um die 30 EUR.
Mit dem JETI REX535 (35MHz) haben wir das leider schlechte Erfahrungen gemacht. Es gab da immer wieder Störungen, was an der sehr störungsintensiven Umgebung des Funjet liegt. In einem Segler ist so ein 35MHz JETI-Empfänger ganz problemlos verwendbar, aber nicht im Funjet.

NACHTRAG 2010: Wir fliegen jetzt nur noch mit 2,4GHz! Dabei haben wir sowohl das System JETI als auch ACT im Einsatz. Beide Empfänger sind sehr störungsresistent und daher mittlerweile unsere Favoriten im Funjet.

READY-TO-FLY Baukasten

Multiplex bietet inzwischen einen Ready-to-fly-Baukasten an. Der ist auf Messen teilweise für deutlich unter 200 EUR zu bekommen. Damit kann das Modell in weniger als 1 Stunde flugfertig gemacht werden.

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Der Inhalt des Baukastens – RC-Komponenten und Antrieb sind schon eingebaut. Es fehlt nur noch Akku und Empfänger. Sogar die Anlenkungen sind komplett montiert und justiert!

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Die Anschlußkabel der verbauten Servos sind sehr lang, löten ist daher nicht nötig!

Alles in allem ist dieser Baukasten sehr empfehlenswert, wenn man in das Thema „Funjet“ einsteigen will und noch keinen Antrieb hat.

Farbgebung

Ein weisser Funjet ist ja nicht jedermanns Sache, insbesondere wenn man bildschirmgeschädigter Brillenträger ist. Für die optische Gestaltung gibt es mehrere Optionen.
Zum einen die mitgelieferten Aufkleber. Na ja, ein bischen langweilig aber ganz OK, denn weiß lassen sollte man das Modell nicht – die Lageerkennung kann sonst schnell zum Problem werden. Das Mittel der Wahl ist daher eine Lackierung – vorzugsweise aus der Sprühdose.

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Als besonders empfehlenswert können wir hier die neuen Pigment-Spraydosen von Dupli-Color empfehlen. Diese sind extrem deckstark und trocken innerhalb weniger Minuten. Man kann diese ohne Grundierung aufsprühen, allerdings löst sich die Farbe dann bei festem rubbeln stellenweise wieder.
Daher empfehlen wir als Grundierung Model Paint Kunststoff Grundierung von DupliColor. Aber Achtung: Die Grundierung darf nur ganz dünn – wirklich nur ein Hauch – aufgesprüht werden. Wenn man zuviel draufsprüht, bekommt das Elapor eine harte, unflexible Oberfläche und das Modell verzieht sich.

Die Option das Modell mit Bügelfolie zu bebügeln ist auch denkbar. Allerdings muß hier ein Haftgrund zum Einsatz kommen, damit die Bügelfolie auf dem Modell auch haftet. Gut geeignet ist z.B. Oracover EPP Kleber.

Neuerdings benutzen wir die farbigen Klebebänder von Küstenflieger.de  Eigentlich sind diese Tapes für EPP-Nuris gedacht, haben sich diese auch bei Elapor-Modellen bewährt. Ein umständliches grundieren ist nicht nötig – einfach aufkleben und fertig!

Luftbilder / Flugvideos

Mit einer passend zugeschnittenen Kabinenhaube eines „gestorbenen“ Funjet kein Problem – die Geschwingkeit wird praktisch nicht beeinflusst.

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Reparaturen

Auch ein übel zerschmetterter Funjet kann in vielen Fällen wieder flugfähig gemacht werden. Wer mehr dazu erfahren will, der sollte unsere Reperaturtipps für Schaumwaffeln anschauen.

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Dieser FUNJET war zwei Tage später wieder in der Luft !

Funjet-Videos

Es gibt eine unüberschaubare Anzahl von Videos zum Funjet im Netz.  Daher haben wir auf ein eignes Video verzichtet und zeigen hier die nach unserer Meinung interessantesten.

Zuerst das 3-Minuten-Bau-Video aus Schweden:

Der gute Mann verbaut sich ein wenig und muß nachträglich ein Loch in den Rumpfdeckel schneiden. Wenn man ein wenig vorausdenkt, lässt isch sowas aber vermeiden. Trotzdem ein sehr informatives Video.

Und was man sonst noch so machen kann, wenn der Hinterhof zum fliegen mit dem Funjet zu klein ist:

Und dann noch der Einsatz eines Funjet mit FPV-Kamera:

 

Lust auf mehr? Wenn Ihr ein cooles Funjet-Video findet, schickt uns eine EMail oder schreibt einen Kommentar. Wenn es uns gefällt, nehmen wir es in die Liste mit auf.

 

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