Flashforge Dreamer – ein 3D-Drucker für den Modellbauer

Der Kauf eines 3D-Druckers war schon lange geplant, aber aus Zeitgründen war das immer wieder vertagt worden.Für den Modellbauer erschließt ein 3D-Drucker eine Vielzahl völlig neuer Möglichkeiten in der Gestalltung von Modellen aller Art.

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Jetzt konnten wir aber endlich mit dem Flashforge Dreamer einen solchen Drucker preiswert kaufen und auch in erfolgreich Betrieb nehmen.

Warum dieser 3D-Drucker?

Wir wollten unbedingt einen 3D-Drucker mit dem man nicht nur PLA sondern auch Teile aus ABS drucken kann. Denn PLA ist ein organischer Kunststoff, der schon bei 70 Grad weich wird und daher zwischen 180 und 200 Grad verdruckt wird, aber relativ spröde ist. ABS hingegen benötigt mindestens 230 Gard und auch ein beheiztes Druckbett, ist aber ein recht schlagzähes Material. Zahlreiche Bauteile im Flugmodellbau wie z.B. Motorhauben oder Motorträger sind aus ABS gefertigt.

Es sollte also ein Drucker mit beheiztem Druckbett und idealerweise zwei Druckköpfen sein. Und es sollte ein Fertiggerät sein, weil hier ja das Drucken der Teile im Vordergrund stehen soll und nicht der Bau des 3D-Druckers.

Wer sich dann umschaut, wird sehr schnell feststellen dass man hier schnell ein Budget von deutlich über 2000 EUR aufwenden muß. Das war uns eigentlich zu viel, und daher waren wir schon drauf und dran, das Thema ABS wieder ad Acta zu legen und den DREMEL Idea-Builder zu kaufen. Bei der Recherche stellten wir dann aber fest, dass der DREMEL eine abgespeckte Version des Flashforge Dreamer 3D-Drucker ist. Kurz darauf gab es beim Black Friday Sale bei AMAZON den Flashforge Dreamer zum Preis des DREMEL zu kaufen. Da haben wir natürlich sofort zugegriffen..

Inbetriebnahme des Flashforge Dreamer

Der Flashforge Dreamer wurde gut verpackt in einem großen Karton geliefert. Neben dem Drucker werden auch zwei Rollen Druckfilamente (je 1 Rolle ABS und PLA) und ein kleiner Werkzeugkasten mitfgeliefert. Die nötige Software, Beispieldaten zum Drucken und die Bedienungsanleitung sind auf einer mitgeliferten SD-Karte enthalten.

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Bevor man mit dem Drucken beginnen kann, muß noch der Druckkopf mit dem XY-Schlitten verschraubt werden, da diese zum Transport voneinander getrennt sind.

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Es wird der Druckkopf auf den Schlitten gesetzt und dann müssen zwei Schrauben eingedreht werden – fertig! Eine beiligende Schnellstart-Anleitung erklärt das Vorgehen sehr detailiert – für jeden Modellbauer also kein Problem.

Nach dem Einschalten meldet sich der Drucker mit einer kleinen Melodie und das Touchdisplay ist bereit für die Eingaben.

Druckbett justieren

Die Justage des Druckbettes ist für die Qualität der resultierenden Druck von erheblicher Bedeutung. Der Drucker bietet hierfür einen Menüpunkt an, welcher die Justage sehr vereinfacht.

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Nach dem Anwählen werden vier verschiedene Positionen angefahren und jeweil mit der darunterliegenden Schraube wird die Höhe des Druckbettes so justiert, dann die mitgelieferte Justagekarte gerade so zwischen Druckbett und Extruderdüse geschoben werden kann. Beim Herausziehen sollte ein leichter Widerstand spürbar sein.

Das erfodert beim ersten Mal schon ein wenig Geduld, wird aber mit der Zeit immer einfacher. Und solange man das Filament bzw. den Extruder nicht wechselt, ist auch keine Neueinstellung nötig. Allerdings prüfe ich so alle 10 Druckvorgänge erneut, ob noch alles im Lot ist.

Die ersten Drucke

Nachdem der Druckkopf montiert, das Filament eingeführt und das Druckbett justiert war, wurde als erstes Objekt ein kleiner Würfel gedruckt, dessen Druckdaten auf der mitgelieferten SD-Karte des Flashforge Dreamer zu finden sind.
Der Druckvorgang kann dabei komplett über das Touch-Display am Drucker gesteuert werden. Eine Verbindung mit dem PC ist beim Drucken von der SD-Karte nicht erfoderlich.

Nachdem der Würfel erfolgreich gedruckt war, folgte das erste kleine Projekt – auf Wunsch meiner jüngsten Tochter ein kleiner Drache, dessen Daten von Thingiverse stammen. Danach folgte dann ein kleiner Lampenschirm.

Um die STL-Daten für den Drucker aufzubereiten, wird ein sogenannter „Slicer“ benötigt. Diese Software nennt sich hier „Flashprint“ und wird auf der SD Karte zusammen mit dem Drucker geliefert. Die Installation ist problemlos und die Bedienung dank der fertigen Materialprofile sehr einfach. Einfach das gewünschte STL-Objekt laden, Materialtyp und Extruder auswählen, Druckdaten erzeugen und dann einfach per USB Kabel an den Drucker übertragen.

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Nach kurzer Aufheizphase beginnt der Drucker sein Werk- Und nach einer knappen Stunde kann der fertige Drache aus dem Drucker genommen werden.

Erstes Fazit

Den Kauf des Flashforge Dreamer haben wir nicht bereut. Das Gerät und die Software sind gut aufeinander abgestimmt und man kann schnell erfolgreich die ersten 3D-Drucke erstellen. Der Lieferumfang ist komplett und so kann man gleich anfangen, ohne dass noch etwas zusätzlich gekauft werden muss.

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Nun werden wir weiter Erfahrungen sammeln und dann hoffentlich schon bald die ersten Modellbau-Projekte umsetzen können. Weitere Berichte werden hier folgen.

Ein Video

Für alle die das in bewegten Bildern sehen wollen, habe ich hier noch ein Video von Jonathan Shaller gefunden. Dort zeigt er das Auspacken und die Inbetriebnahme seines Flashforge Dreamer.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, der kann ja mal bei Amazon vorbeischauen. Der offizielle Listenpreis (Stand Oktober 2016) ist 1199,- EUR – aber man kann diesen Drucker je nach Jahreszeit deutlich preiswerter bekommen.

 

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