Fireworks 4.2 – der Überflieger [Update]

Hier ein Beitrag von Andre Streuer zu seinem neuen Fireworks-HLG. Nachdem er mit einem gebrauchten SAL angefangen hatte, wurde er vom HLG-Virus gepackt und begab er sich auf die Suche nach einen leistungsstärkeren SAL. Die Kriterien waren: geringes Gewicht, hoher Vorfertigungsgrad und ein akzeptabler Preis.

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Hier folgt nun sein Erfahrungsbericht.

Im Internet gibt es jede Menge SAL´s  von 150€ bis schier unglaublichen Preisen von über 700€ und mehr. Da ich aber keine Wettbewerbsambitionen besitze, hab ich mich für eine mittlere Preisklasse entschieden. Also setzte ich mir ein Limit von 400-500€.

Nach einem Tag stöbern im Internet bin ich auf die Seite von PCM gestoßen, dort hab ich mich sofort in den Fireworks 4.2 verliebt. Also gleich alles genauestens durchgelesen. Den 4.2 gibt es in mehreren Versionen von der Light Version über die Disser bis hin zur Voll CFK Version.

Optional kann man sich noch Vlies Leitwerke ordern die bei der CFK Version Inklusive sind, zudem gibt es noch die Flächen mit einer Art Winglet den man zum Schleudern benutzt, oder man bleibt beim guten alten Wurfstift.

Ich entschied mich für die Disser-Version mit Vlies-Leitwerken ohne Winglet´s. Also schnell eine E-Mail geschrieben mit Farbwünschen, die auch prompt beantwortet wurde. Ja man kann meinen Farbwünschen entsprechen, also gab ich gleich das ok für die Bestellung.

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Dann hieß es 1,5-2 Monaten Lieferzeit. Also saß ich eine ganze Weile auf heißen Kohlen. Bis der Postbote klingelte vergingen die angegebenen 2 Monate. Was ich erhielt war erstmal ein massiver Karton.

Schnell ging es auf die Bastelbude. Der Karton wurde geöffnet und was ich erblickte war nichts anderes als Zeitungspapier. Nachdem ich die erste Schicht Papier entfernte kam mir der Rumpf entgegen. Sauber verpackt in Folie, weiter ging es an die Fläche die ebenfalls  Sauber verpackt waren ebenso die Leitwerke. Alles in allem sehr sauber und sicher Verpackt.

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Die Oberfläche der einzelnen Teile kann man nahezu als perfekt bezeichnen, und sie machten einen sehr guten Eindruck.
Also ging es gleich weiter zum Wiegen. Die Gewichte der einzelnen Teile sind wie folgt:
Fläche: 111g
Rumpf: 42
Leitwerk: 14g
Kleinteile: 17g

Macht zusammen 184g was für mich sehr gute Rohbaugewichte sind.

Der Bau :

Die Bauanleitung wird auf einer beigelegten CD geliefert. Dort sind sämtliche Bauanleitungen der Modelle von PCM als PDF enthalten.
Also die Bauanleitung am PC geöffnet und erst einmal studiert was alles auf mich zukommt.

Als erstes wird der Ballastschacht zusammen geklebt verschliffen und mit dem Rumpf verklebt. Dazu habe ich die Position mittels eines langen Stabes ausgemessen und makiert. Rechts und Links je 2-3 tropfen Sekundenkleber auf jede Seite und der Schacht hält gut. Zudem muss der Schacht soweit wie möglich nach oben gedrückt werden damit später die Schubstangen für die Querruder gut unter dem Schacht verlaufen können.

Als nächstes kommt das Leitwerk an die Reihe. Da ich das „Deluxe“ Leitwerk genommen habe ist bei diesem Schritt nicht viel zu tun. Das Leitwerk wird probeweise aufgesteckt und geschaut ob alles passt. Ich musste noch ein wenig nacharbeiten am Leitwerk bis es im Kontrollfenster zu sehen war. Nachdem ich alles ausgerichtet hab ging es an das Anrühren des Klebers. Ich empfehle UHU Plus Endfest 300 da eine sichere und feste Verklebung des Leitwerks wichtig ist für die Kräftigen Würfe.

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Als nächstes wird der Stift für das Pendelruder mit Sekundenkleber befestigt. Im Seitenleitwerk noch das mitgelieferte Ruderhorn ein kleben, zuvor aber bitte noch mit 45° anschleiffen.Wenn das Ruderhorn verklebt wurde kann man das Seitenruder mit Tesa anschanieren.

Nun hab ich mich ans Servobrett gemacht das sehr schön mit Kohle überzogen ist. Bevor ich es eingesetzt habe, habe ich überprüft ob die Servos genau passen. Ich habe die Graupner DS281 für Quer und Höhe genommen und für Seite ein Dymond D47. Für die Querruder mussten die beiliegenden Messing Röhrchen nach plan gebogen werden, und in die Querruder gesetzt und anschließend verklebt werden. Zurück zum Servobrettchen. Die Servoausschnitte mussten entsprechend der Servos vergrößert werden, nachdem alle Servos passten, habe ich es eingesetzt und überprüft ob alles genügend Platz hat. Dann wird es heraus genommen und der Rumpf angeraut, wieder wird UHU Plus Endfest 300 angerührt und im Rumpf verteilt. Das Servobrett eingesetzt und ausgerichtet. Zusätzlich habe ich im vorderen Bereich zum Fixieren 2-3 tropfen Sekundenkleber genommen. Der nä. Schritt wird wohl der Schwierigste vom gesamten bau sein. Die Servos so unterlegen das sie sich nicht gegenseitig behindern oder berühren. Ich habe mir da gefühlte 2h den Kopf zerbrochen doch im Nachhinein recht einfach gemacht. Die herausgebrochenen Sperrholzplättchen vom Servobrett hab ich zum unterlegen genutzt. Bis diese Arbeit erledigt wurde, vergingen etwa 1,5-2h. Die Anlenkungen werden mittels Seil und Schubstange verwirklicht. Alle dazu benötigten Dinge sind beim Baukasten enthalten.

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Die Höhen und Seitenruder werden mit Seile Angelenkt. Wobei die Pendelmechanik mittels Feder schon Fix und fertig im Leitwerk eingebaut ist. Das Seitenruder wird mittels Aramidschnurr angelenkt, ein knoten am Horn und fertig ist die anlenkung des Seitenleitwerks. Die Querruder werden mit Schubstangen angelenkt, diese mittels einer einfachen Technik vor herausrutschen aus dem Messingröhrchens verhindert. Es ging nun an die restlichen Arbeiten, da waren z.b. noch Auswahl des Akkus und Empfänger Wurfstift einkleben und schlussendlich das Auswiegen. Als Akku hab ich mir in Aspach einen Red 2s 350mAH ein ACT 2,4 S3D 5Kanal Empfänger hatte ich noch herum liegen. Der Wurfstift wurde wie im Plan eingeklebt, dazu muss man eine Schablone ausdrucken und diese über dem Randbogen legen. Ein kleines Loch gebohrt und anschließend den Schlitz gefräst. Stift eingesetzt und ausgerichtet, das heißt leicht nach innen und nach vorne geneigt hinein geklebt. Ich habe diesen nur mit Sekundenkleber eingeklebt und er hält bombenfest. Natürlich sollte man aufpassen dass das Loch nicht zu groß gerät. Einen kleinen Kniff musste ich noch lösen, da ich den 2s nicht direkt anschließen kann musste noch ein Spannungsregler her, kurzer Hand hab ich meinen Highlight genommen und ihm das gute Stück entnommen. Es ist ein selber erstellter Regler der bis 3A Peak aushält und zudem noch sehr klein und leicht ist. Beim auswiegen musste ich feststellen das dem guten Stück doch noch ein wenig Blei in der Schnauze fehlte. Am Ende waren es dann 6g Zusatzgewicht in der Schnauze. Es ging nun an die Programmierung und Einstellen der Ruderausschläge. Die auch kein Problem darstellte. Und damit ist der Bau des Fireworks 4.2 abgeschlossen. Und habe ein Endgewicht von 270g erreicht. Was für mich ein extrem guter Wert ist.
Wenn man mit dem Bauen von Voll-GfK-Flugmodellen erfahren ist, sollte der Bau des Flieger an einem Tag zu schaffen sein.

Eine Sammlung der Baubilder findet man in der Gallerie Fireworks

Das Fliegen :

An einem schönen sonnigen Samstag war es dann soweit. Der Aufbau des Fliegers dauert keine 5 Minuten. Flux die Fläche Aufgeschraubt, und die Anlenkung auf der Unterseite des Rumpfes eingehängt – Fertig.

Bevor ich einen ersten „Schleudergang“ gemacht habe, Wurde das  Modell zuerst einmal mit dem Speerwurf getestet wie sich der Flieger verhält. Was ich sehen musste war umwerfend. Ein leichter Schubs in sein Element und ich konnte feststellen, was in dem Flieger steckt. Ich konnte gleich mal 2 Kreise fliegen ohne jetzt stark zu werfen. Der Schwerpunkt passte perfekt und die Ausschläge laut Plan waren auch super. Also hab ich mich mal getraut den Fireworks zu Schleudern, ich hatte jedoch nicht die volle Kraft eingesetzt. Man möchte sich ja auch erst einmal Schrittweise annähern.
Wenn man die Einstellungen laut Plan übernimmt ist man gut bedient. Ich habe noch bis ich persönlich zufrieden war 1 Nachmittag geworfen, bis er für mich perfekt eingestellt war.

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Die Höhen belaufen sich auf gute 35-45m mit mehr Übung bekommt man auch die 50m geknackt.
Der Flieger liegt gut und ruhig in der Luft, reagiert schnell und direkt auf alle Ruder. Bei Wind setzt der Flieger trotz seiner leichten 270g gut durch. Wenn man die Landeklappen fährt ist das als würde man die Handbremse ziehen. Stellt man Speed Stellung ein läuft der Flieger fantastisch. Bei der Thermikstellung sollte man jedoch auf feinste Einstellung achten weil zu langsam mag der Flieger nicht wirklich. Aber was mein ich mit zu langsam? Ganz klar zu langsam ist er erst dann wenn man an ihm vorbei spazieren kann. Er macht sich dann mit einem Kopfnicken bemerkbar. An einem kleinen Hang durfte er auch noch die Stärken zeigen. Mit einem Hauch von Wind hält sich der Fireworks gut am Hang und es sind lange Flugzeiten möglich. Nach 2Wochen im Gebrauch und stärksten Würfen die ich schaffe bin ich sehr überrascht wie gut der Stift nur mit Sekunden Kleber hält. Schwächen haben sich beim Leitwerk gezeigt diese Hängen sich schnell in etwas höheres Gras ein. Mir ist es passiert dass eine leitwerkshälfte mal abgerissen ist als ich mal im Gras landen musste. Ergebnis es ist nur aus den Löchern gerutscht, also ein tropfen Sekunden Kleber und tesa übers loch und es hält bis heute. Also sollte man ein bisschen acht geben was das Leitwerk angeht. Diese sind ja auch aus sehr sehr leichtem Kohleflies.

Fazit :

Der Fireworks ist alles in allem sehr gut gelungener Flieger aus dem Hause PCM. Sehr gute Verarbeitung, detailierter Bauanleitung mit vielen Bildern. Sehr gute Qualität des Baukastens.
Der Bau geht schnell voran und ist an einem Tag zu schaffen. Der Flieger lässt sich gut schleudern und hält dabei sehr gut die Spur. Mit ausreichend Höhe beim Schleudern ohne Einfluss von Thermik, Wind etc. sind rollen und Loopings und sogar ein aussenlooping machbar. Die Gleitzeiten lassen sich sehen und halten mit den Topmodellen mit.

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Man wird regelrecht von diesem Flieger infiziert und will ihn schleudern schleudern schleudern….

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